02/09/2026
„I don’t have friends. I got family.“
Diesen Gedanken kennt wahrscheinlich fast jeder von uns aus Fast & Furious.
Für viele war es immer nur ein Filmspruch.
Aber eigentlich beschreibt er ziemlich gut, was die Autoszene seit Jahrzehnten ausmacht.
Autos bringen Menschen zusammen, die sich sonst vielleicht niemals begegnet wären. Aus Bekanntschaften werden Freundschaften. Aus Werkstätten werden Treffpunkte. Und irgendwann wird aus einer gemeinsamen Leidenschaft eine Community.
Gerade deshalb beschäftigt uns das, was aktuell passiert.
Und eines muss dabei klar sein: Gewalt ist niemals okay.
Erfolg entschuldigt keine Gewalt. Reichweite entschuldigt keine Gewalt. Und auch alles Gute, das ein Mensch vorher getan hat, entschuldigt keine Gewalt.
Wer Grenzen überschreitet, muss Verantwortung übernehmen und mit den Konsequenzen leben.
Aber Verantwortung bedeutet für uns nicht, einen Menschen aus seiner gesamten Geschichte zu löschen.
JP Performance hat die deutsche Autoszene über viele Jahre mitgeprägt. Er hat Millionen Menschen für Autos begeistert, Projekte geschaffen, Unternehmen eine Bühne gegeben und einer ganzen Generation gezeigt, wie groß diese Leidenschaft werden kann.
Das darf man anerkennen, ohne das Falsche zu verteidigen.
Vielleicht zeigt sich genau in schwierigen Momenten, was das Wort Community eigentlich bedeutet.
Nicht blind hinter jemandem stehen.
Nicht Fehler schönreden.
Nicht Betroffene vergessen.
Sondern klar sagen, wenn etwas falsch war – und trotzdem daran glauben, dass ein Mensch Verantwortung übernehmen, daraus lernen und sich verändern kann.
Wir kennen JP nicht persönlich und wir kennen nicht jedes Detail dieser Geschichte. Deshalb werden wir weder Richter spielen noch Dinge beurteilen, die wir nicht beurteilen können.
Aber wir kennen seinen Einfluss auf unsere Szene.
Und dafür kann man Danke sagen.