26/01/2024
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𝗪𝗮𝘀 𝘁𝘂𝗻 𝗺𝗶𝘁 𝗱𝗲𝗻 Ü𝗯𝗲𝗿𝗯𝗹𝗲𝗶𝗯𝘀𝗲𝗹𝗻 𝗱𝗲𝘀 𝗡𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗮𝗹𝘀𝗼𝘇𝗶𝗮𝗹𝗶𝘀𝗺𝘂𝘀? Gehören sie in ein Museum bzw. in ein Archiv? Sollten sie entsorgt werden? Ist es vertretbar, sie am Flohmarkt oder im Internet zu verkaufen? Was ist Erinnerung, was Verklärung und was gar Wiederbetätigung? Diese Fragen greift das Haus der Geschichte Österreich in seiner Ausstellung auf, die bis 3. Mai 2024 im Stadtarchiv Innsbruck zu sehen ist.
𝗗𝗶𝗲 𝗣𝗼𝗱𝗶𝘂𝗺𝘀𝗱𝗶𝘀𝗸𝘂𝘀𝘀𝗶𝗼𝗻 𝗶𝗺 𝗛𝗼𝗿𝘂𝗰𝗸 ist Teil des Rahmenprogramms der Ausstellung. Wir freuen uns, wenn SIE dabei sind!
𝗔𝘂𝗳𝗯𝗲𝘄𝗮𝗵𝗿𝗲𝗻, 𝘃𝗲𝗿𝗸𝗮𝘂𝗳𝗲𝗻, 𝘇𝗲𝗿𝘀𝘁ö𝗿𝗲𝗻
In den meisten Fällen ist es in Österreich verboten, Gegenstände mit NS-Symbolen zu zeigen. In der Öffentlichkeit sind sie daher selten sichtbar. Am ehesten sind sie in Museen zu finden – oder in den Medien. Wer danach sucht, kann aber einen relativ offenen Onlinehandel entdecken. Auch auf Flohmärkten oder in Antiquariaten bieten HändlerInnen Gegenstände an, meist jedoch verdeckt. Privat besitzen viele Menschen Dinge, die sie zufällig oder aus Interesse übernommen haben – oder die in Bezug zu ihrer Familiengeschichte stehen.
Manche Menschen wollen diese Objekte loswerden, andere sammeln sie gezielt. Auch Institutionen oder Unternehmen sind immer wieder mit NS-Gegenständen konfrontiert, die mit ihrer eigenen Geschichte zu tun haben.
Die Ausstellung und das Rahmenprogramm beleuchten, wie Menschen heute mit NS Objekten umgehen. Was ist angemessen, was fragwürdig? Was ist verboten, wo liegen Graubereiche? Was bewegt Menschen dazu, Dinge aufzubewahren, zu verkaufen oder zu zerstören?
Damit greifen die Ausstellungsgestalter:innen Fragen auf, mit denen ExpertInnen oft konfrontiert werden, wie Kuratorin Laura Langeder berichtet: „Viele SchenkerInnen erzählen, dass sie im ersten Moment überfordert sind, wenn sie auf solche Objekte stoßen. Über 75 Jahre nach Kriegsende ist es jedenfalls höchste Zeit, sich damit zu beschäftigen, ob und wie uns diese Dinge in die Zukunft begleiten.“
Podiumsdiskussion mit den Kurator:innen der Ausstellung 𝗛𝗶𝘁𝗹𝗲𝗿 𝗲𝗻𝘁𝘀𝗼𝗿𝗴𝗲𝗻. 𝗩𝗼𝗺 𝗞𝗲𝗹𝗹𝗲𝗿 𝗶𝗻𝘀 𝗔𝗿𝗰𝗵𝗶𝘃 Renate Ursprunger und Niko Hofinger
Do. 22. Feb. 19 Uhr, Horuck Flohmarkthalle