Arbeitstherapie Holz - JVA Attendorn
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Attendorn
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Die Arbeitstherapie der JVA Attendorn -handwerkliche Holzarbeiten mit Schwerpunkt Spielzeug-
Die Arbeitstherapie der JVA Attendorn beschäftigt bis zu vierzig Inhaftierte. Diese bringen die unterschiedlichsten Voraussetzungen mit: viele sind vor der Inhaftierung ungelernt und arbeitslos, andere haben nie handwerklich gearbeitet, wieder andere haben leichte Vorkenntnisse im handwerklichen Bereich. Die aufzuarbeitenden Defizite sind deshalb vielschichtig, wobei das Thema Arbeit aber im Vordergrund steht: während manche zunächst einen strukturierten Tagesablauf erlernen müssen, bekommen andere Einblick in die kreativen Möglichkeiten des Werkstoffs Holz. Der Mensch steht im Vordergrund, nicht die Produkte. Aus diesem Grund bietet die Arbeitstherapie der JVA Attendorn ein breites Spektrum an Tätigkeiten an: Lagerarbeiten, diverse Maschinenbedienungen (z.B. Laser und CNC Fräse), Schlossertätigkeiten, Holzmaschinenarbeiten, Montagearbeiten, Reinigungstätigkeiten und Maler- und Lackierarbeiten, so dass für fast jeden Inhaftierten die passende Tätigkeit gefunden werden kann. Die Besonderheit bei der Herstellung der Produkte ist, dass grundsätzlich nur die Artikel gefertigt werden, für deren Herstellung sich die Inhaftierten eignen, nicht die Artikel, die die Kunden nachfragen. Die Inhaftierten stellen ca. 150 verschiedene Produkte aus massivem, sauerländer Lärchenholz her. Die Angebotspalette umfasst u.a. Dekorationsartikel für Haus und Garten, wie Futterhäuser, div. Nisthilfen, Gartenmöbel, Krippen und weihnachtliche Dekorationen, Stehtische, Barhocker und Zapfböcke. Der Schwerpunkt der Produkte liegt jedoch im Bereich Kinderspielzeug: vom Spiel und Spaß für die Kleinsten, wie unterschiedliche Schaukelpferde und Fahrzeuge über Kindermöbel und Puppenartikel bis zu Großspielzeugen wie Werkbank, Kinderküche und Kaufladen. Die Herstellung beginnt beim Trocknen des Rohholzes in der eigenen Trockenkammer und geht weiter über das Verleimen von Leimholzplatten. Diese Leimholzplatten werden von CNC - Fräsen bearbeitet. Die ausgefrästen Einzelteile werden dann von den Inhaftierten von Hand bearbeitet, zu den Artikeln zusammengebaut und anschließend lackiert. Alle Spielzeuge entsprechen der EU Norm EN 71 (Sicherheit von Spielzeug). Die Vermarktung der Produkte erfolgt auf vier Wegen: ganzjährlich über das Internetportal „Knastladen.de“ und in dem anstaltseigenem Verkaufsraum, während verschiedener lokaler Feste und Weihnachtsmärkte sowie bei einer großen Verkaufsausstellung am ersten Adventssonntag in der JVA Attendorn.