24/01/2023
Nimmt die Feuchtigkeit zu (wie beim Waschvorgang vorgesehen 😉), quellen die Wollfasern auf, die oberste Schuppenschicht öffnet sich und spreizt ab.
Die Wolle nimmt Wasser auf und wird schwer. In diesem Zustand werden die Fasern weich und elastisch und besonders empfindlich.
▶Und jetzt kommt es aufs Gewicht.
▶▶Bei leichten Sachen, wie eine Unterhose, ein Body, ein kleineres Shirt etc. spricht nichts dagegen sie, wie andere Kleidungsstücke, zum Trocknen aufzuhängen. Vorab bitte ausschütteln und in Form ziehen. Passe mit den Wäscheklammern auf. Sie hinterlassen Druckstellen und können die Fasern beschädigen. Geht es ohne, ist es besser darauf zu verzichten.
▶▶Sind die gewaschenen Sachen schwer, wie eine Decke, oder ein Strickpulli, ist Vorsicht geboten, zumindest, solange sie wirklich nass sind. Hängst Du sie in diesem Zustand auf, werden sie sich höchstwahrscheinlich dehnen und verziehen.
💡An der Stelle hast Du schon sicher gelesen, dass man die Sachen in ein Handtuch einrollen und sanft drücken soll, um so die überschüssige Feuchtigkeit loszuwerden.
💡💡Ich persönlich würde das nie machen. Warum?
Die Antwort ist praktischer Natur: die Wollsachen, die solche Behandlung garantiert problemlos überstehen, werden sowieso in der WaMa gewaschen und geschleudert. Das Ergebnis? Sie sind nie triefend nass.
Per Hand gewaschen wird es bei uns sehr (sehr) selten. Diese wertvollsten Sachen, wie ein Baby-Alpaka-Pulli, sind im nassen Zustand besonders empfindlich und das Rollen und Ausdrücken könnte die Fasern beschädigen.
Ich breite solch ein Kleidungsstück auf einem großen hellen Handtuch aus und lege alles zusammen auf den Wäscheständer. So kann die Luft gut zirkulieren. Dickere Kleidungsstücke müssen manchmal mehrmals gewendet werden. Im Großen und Ganzen funktioniert das bei uns immer.
Ich habe noch nie einen Wäschetrockner für die Wollsachen eingesetzt, es war irgendwie auch nicht nötig. Aber vielleicht verpasse ich da etwas 😊❓❓
Wie ist Deine Erfahrung❓