Paradiseknits by Eva

Paradiseknits by Eva Artwear • textile Arbeiten • Einzelstücke
Kronberg/Ts. • nach Vereinbarung

Kreative Pause. Love, E
24/07/2026

Kreative Pause.
Love, E

17/07/2026

Mit einzigartigen Bottle-Bags aus Jeans, Krawatten oder Hemden wird deine Flasche zum besonderen Geschenk.

Erhältlich im Atelier oder im Etsy-Shop

Man spricht ja von kalten Farben. Ob das gegen Hitze hilft? Was denkst Du?
26/06/2026

Man spricht ja von kalten Farben. Ob das gegen Hitze hilft? Was denkst Du?

Nicht ganz T-Shirt. Nicht ganz Pullover. Eher ein Hauch von Nichts. So leicht, dass man fast vergisst, dass man es trägt...
18/06/2026

Nicht ganz T-Shirt.
Nicht ganz Pullover.

Eher ein Hauch von Nichts.
So leicht, dass man fast vergisst, dass man es trägt.

Drei neue Sommerstücke sind gerade fertig geworden. Handgefertigt aus feinstem Mohair, jedes nur einmal vorhanden. Wenn eines davon zu Dir gehört, ist jetzt der richtige Moment.

Ab morgen im Laden und im Online-Shop erhältlich.

23/05/2026

Paradiseknits-Atelier
Nachhaltig, individuell, einzigartig
Open Fr. 14 – 18 Uhr, Sa 11 – 15 Uhr – und nach Vereinbarung

17/05/2026

Aus getragen wird weitergetragen.
Aus klassisch wird einzigartig.
Aus einem Herrenhemd: Eine Bluse, ein Kleid, ein neues Lieblingsstück.

Upcycling kann vieles.
Zum Beispiel alte Zuschreibungen einfach mit vernähen.

„Live a carefree life with trouble free plastics!”Ein Kunststoff-Werbeslogan, 1953. Ein anderer, für die Kunstfaser Diol...
07/05/2026

„Live a carefree life with trouble free plastics!”

Ein Kunststoff-Werbeslogan, 1953. Ein anderer, für die Kunstfaser Diolen: „So leicht, so strapazierfähig – und auch nach langer Reise tadellos in Form.“

Wir wissen nicht, wie lange der Stoff auf Reisen war, den Heike aus dem Meer gefischt und den wir für unsere Kunst verwendet haben, aber wir vermuten: Ganz schön lange. Tatsächlich braucht Plastik Jahrhunderte, um im Meer zu zerfallen – ohne je ganz zu verschwinden, es wird nur immer kleiner. Mikroklein.
Mehr als ein Drittel allen Mikroplastiks im Meer stammt von Textilien. Und es wird immer mehr.

Lasst uns drüber reden, was man besser machen kann.

Die gezeigten Objekte gehören zur Station 5 unserer Ausstellung „Verstrickt“. Heikes „The Final Wave“ aus Spielzeugmüll und Nurdles, und meine Hemden mit Driftcloth-Applikationen. Die man im Übrigen anziehen kann.
Die Ausstellung „Verstrickt“ ist bis zum 23. Mai 2026 zu sehen.
Freitags von 14 - 18 Uhr und samstags von 11 - 15 Uhr. Und nach Vereinbarung.
Projektraum Paradiseknits, Mauerstrasse 1, Kronberg/Ts.

Kein Wal. Trotzdem gestrandet.  Alles, was wie ein Wasserfall von diesem Pullover herabfließt, wurde von meiner Kunstpar...
03/05/2026

Kein Wal. Trotzdem gestrandet.

Alles, was wie ein Wasserfall von diesem Pullover herabfließt, wurde von meiner Kunstpartnerin Heike am Strand von Kefalonia, Griechenland gesammelt. Vom Schraubverschluss über Spielzeugteile bis hin zu Undefinierbarem. Während ich jedes einzelne Stück durchbohrt habe, um es anbringen zu können, habe ich den Verfall von Plastik in unterschiedlichen Stadien gesehen und gespürt.

Einiges davon dürfte seit Jahrzehnten dort im Meer getrieben oder am Strand gelegen haben. Der Pullover besteht übrigens aus reiner Baumwolle.

Station 4 unserer Ausstellung „Verstrickt“ thematisiert den (Über)konsum, der uns alle betrifft. Mich auch. Wer braucht schon zehn Handtaschen?

Aber Heikes Motto „Man sieht nur, was man weiß“, trifft auch hier zu. Deswegen zeigen wir, was man am Strand oft nicht sieht.

Heikes Beitrag zu dieser Station ist die Hexe „Indestructable“, eine Skulptur aus Plastikteilen, die auf einem Fegefeuer aus Kunststoffscherben steht. Und vermutlich noch lange stehen wird. Kunststoff zersetzt sich sehr langsam, eine Plastikflasche schwimmt geschätzt 450 Jahre im Meer, bis sie zu Mikroplastik wird, das aber nie ganz verschwindet, sondern noch Tausende von Jahren im Gewässer bleiben wird.

Das alles möchte man nicht hören. Ist unangenehm. Verstehen wir. Gebt uns trotzdem ein Like. Denn es ist, wie es ist. Und ändern können wir es nur, indem wir bewusster leben. Ist gar nicht so schwer, es kann auch sehr kreativ und lustig sein, nach Alternativen für Plastik zu suchen.
Welche fallen dir ein?

Weg damit!Und alle Probleme sind gelöst - oder?Das LIFE-Magazin vom 1. August 1955 („Throwaway Living“) zeigte eine amer...
01/05/2026

Weg damit!
Und alle Probleme sind gelöst - oder?

Das LIFE-Magazin vom 1. August 1955 („Throwaway Living“) zeigte eine amerikanische Familie, die freudig Einwegprodukte aus Plastik und Papier in die Luft wirft – ein Fest der Bequemlichkeit. Das Foto wirkt heute sarkastisch und es fiel mir beim ersten Blick schwer, mir vorzustellen, dass der Artikel nicht kritisch oder ironisch gemeint war – im Gegenteil: Er feierte die Wegwerfgesellschaft als positiven Fortschritt und Modernität.

Das LIFE-Magazin präsentierte „Throwaway Living“ 1955 als „Goldenes Zeitalter“, in dem das Aufräumen nach sich selbst als „überflüssige Plackerei“ galt und das Wegwerfen von Einwegprodukten als Zeichen von Fortschritt gefeiert wurde. Die Botschaft war wirklich ernst gemeint: „Warum sich die Mühe machen, aufzuräumen, wenn man alles einfach wegwerfen kann?

Die dritte Station unserer Ausstellung „Verstrickt“ haben wir Verheißung genannt – sie thematisiert die Illusion, dass Fortschritt und Bequemlichkeit ohne Konsequenzen zu haben sind.
Heikes Werk „Startrash“ zeigt die verkleinerte Version ihres „Star of Europe“ (der für Raum und Transport zu groß gewesen wäre, über den es aber viel auf ihrer Homepage zu lesen gibt) – Sie hat dafür in einer europaweiten Aktion Plastikmüll aus allem Mitgliedsstaaten gesammelt.

Mein Mosaik-Pullover mit bunten Fragmente, die wie ein heiliges Fenster wirken, zeigen Plastik im Verfall. Mit gefiel bei diesem Projekt die Möglichkeit, das Schreckliche schön wirken zu lassen.

Die Plastikindustrie hat uns seit den 1930er-Jahren eingeredet, dass Plastik unser Leben „besser“ macht. Siehe die Zitate auf der Tafel. Und es hört noch immer nicht auf.

Zwei Welten, ein Thema. Ich bin sehr verblüfft: Darüber, wie deutlich die aktuelle Collection eines der bekanntesten Mod...
30/04/2026

Zwei Welten, ein Thema.
Ich bin sehr verblüfft: Darüber, wie deutlich die aktuelle Collection eines der bekanntesten Modehäuser zeigt, worum es uns in unserer Ausstellung „Verstrickt“ geht.

Ein Blazer, mit Fischnetzen überzogen. Das sieht kunstvoll aus, und vielleicht bestehen diese Netze nicht aus Nylon oder Polyamid, sondern aus ethisch angebauter Seide, aber sie verweisen, unter dem Narrativ der Label-Nostalgie, auf etwas, das sich unserer Ansicht nach nicht mehr für unbeschwerte Folklore eignet: Mindestens 10 % des Meeres-Plastiks stammt von Fischernetzen, endlos viele Tiere verenden darin.

Ein Kleid, das eine Meerjungfrau darstellen soll. Es ist mit Tausenden künstlicher Muscheln besetzt. Bestimmt bestehen sie aus einem leicht biologisch abbaubaren Material – das hoffe ich zumindest.

Während eines der weltweit bekanntesten Modehäuser Fischnetze und Muscheln als dekorative Elemente einsetzt, gehen wir den genau entgegengesetzten Weg: Für uns sind diese Materialien kein Spielzeug, sondern Denkanstöße. Insignien der Zerstörung. TrashmaidBerlins „The Last Mermaid“ besteht aus gesammelten Nurdles, dem Grundstoff der Kunststoffindustrie.
In meinem Pullover mit dem sonnigen Farbverlauf sind eingearbeitete Obstnetze als Diagramm der Plastikproduktion lesbar – das ist kein Schmuck, auch wenn die Assoziation mit einem romantischen Sonnenuntergang durchaus beabsichtigt ist.

Dasselbe Thema, zwei Welten.

Und ja, die Chanel-Kollektion sieht viel entspannter aus. Wer denkt bei Fischernetzen nicht lieber an unbeschwerte Tage am Strand von Biarritz als an den ganzen Müll, der vor der Küste treibt. Können wir verstehen. Aber wir wünschen uns auch: Dass die Großen der Branche ihre Macht nutzen, um Verantwortung zu übernehmen. Um zu zeigen, was gerade passiert. Dass sie nicht nur mit den Symbolen der Zerstörung spielen, sondern sie bekämpfen. Das schließt ja nicht aus, großartige Mode zu kreieren. Dafür braucht es nur ein bisschen Kreativität.
Wir freuen uns über eure Gedanken – und laden euch ein, unsere Ausstellung zu besuchen und mit uns ins Gespräch zu kommen.

Bildcredits an Chanel Official und upnextdesigner

Adresse

Mauerstrasse 1
Kronberg
61476

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