Fünfzehn Jahr war´s grod oid, wia´s im Atelier "Jean" am Kaiserplatz den Besitzer vom ersten Lod´n - an Karl - kennaglernt hod. Weil der junge, nette Madl´n mög´n hat, is d´Conny bei eam eing´stellt word´n. Sie war zuständig für d´ Lottoabrechnung, was damals no a recht a aufwendige und zeitraubende
G´schicht war. Wia dann der Karl gstorb´n is, hat sich d´Conny um den Lod´n beworben. Des war am Fa
schingsdienstag 1974 und do fangt dann de Gaudi o. Dem Vermieter hod´s g´sogt, daß koa Geld hod, aber daß den Preis für des G´schäft abarbeit´n könnt. Also: Übernahme am 1.April (!!!) 1974! Des junge Mad´l war stolz und glücklich. Bloß manchmoi im Sommer, wenn´s recht hoaß war, dann hod´s im Lod´n recht nach Fisch g´stunga weil früher amoi a Fischg´schäft in dem Raum war.
1979 wias dann endlich des G´schäft abg´stottert hod, is des Haus "Luxussaniert" worn und die Miete um´s sechsfache g´stieg´n. Fui z´fui Geld für a junge Unternehmerin. Da Nachbar von gegenüber hod´s dann in seiner neu gegründeten "Schwabinger Bücherstube" für a halb´s Jahr beherbergt - Glück g´habt! Neben dem ersten Lod'n hod dann 1980 da Drogeriemarkt ,"Krause" aufg´macht. Do drin hod d´ Conny dann a kloane Eck´n für 2000 Mark monatlich g'mietet. Nach ´na Zeit, auf amoi, hom´s vor dem kloana Tresen Windelberge aufbaut, bis d´ Conny mit ihrem Sach dahinter verschwunden is. Da Grund: Besitzer Krause war pleite! Da Krause hod Glück und verkauft des G´schäft 1981 samt Conny an einen Herrn Graf von Schönborn und Ritter von "wos woas i", der darin die G´schenk-Boutique "Ei-Ei" eröffnet und d´ Conny ins hinterste Eck verbannt - mit ihre Zeitungen und Zigarren. Nach ´ner Weile wer´n vor ihrem kloanen Tresen de Korbwarenberge immer höher, bis sie wieder dahinter verschwunden is. Da Grund: Da Herr Graf und Ritter war pleite! Zu dera Zeit hom´s des Haus neben dem Pleite-Lod´n grad "Luxussaniert". In dem war und is heit no die Hohenzollern-Apotheke. Da Inhaber von derer Apothek´n, da Herr Heigschneider hod da Conny dann die Möglichkeit geb´n, an kloana Nebenraum zu mieten, wenn´s mit´m sanier´n fertig san. Das hätt ungefär ein Jahr dauern soll´n. Für diese kurze (?) Übergangszeit hat sich d´Conny dann an alt´n Bauwagen b´sorgt, den sie vor der Commerzbank hat hinstellen dürfen. Aus dem oan Jahr san dann aber leider zwoa worn, mit de zwoa härtesten und kältesten Winter an die ma sich erinnern ko. D´Conny ihr Vater - zu dem alle "Opi" g´sogt hom - hod Schnee g'schaufel wia a Knecht, damit da Verkauf weider geh hod kenna. Und überhaupt´s war ohne Opi des oiss garnet ganga!
1984, nach zwoa harte Jahr mit frier´n, Schnee, Eis und Matsch, beschloß die Stadt München, in der Hohenzollernstraß d´Kanäle zum sanier´n. Soll hoaß´n: D´ Bauwog´n muaß weg! Gott sei Dank, war grod zu dera Zeit der vordere Teil vom neuen Lod´n im Apotheken-Haus soweit saniert, daß d´Conny provisorisch (wia immer) hod ei ziang kenna. Im hinteren Teil vom Lod´n war´n d´ Maurer no ned fertig und so war do a Loch in d´ Mauer, wos da Conny aber koanet g´sogt hod. Durch des Loch hom dann böse Diebe zwoa moi den Lod´n ausg´ramt.
1986 war´n de G´schäftsräume endlich fertig. Und d´Conny a.!! Die Kund´n hom den kloaner Lod´n mög´n, weils immer oiss kriagt hom wos braucht hom. Und wos ned vorrätig war, hod d´Conny schnellstens b´sorgt. Auf die Dauer is dann fui z´eng worn und desweg´n is dann am 11. September 2001 no amoi umzog´n. Nach gegenüber in´s heitige G´schäft in da Hohenzollernstraß 21. Anerkennung und Danksagung: Während all dieser Umzüge die immer von Samstag Mittag bis Montag früh stattfanden, war dank der Mithilfe vieler Freunde und aller Familienmitglieder, der Laden nicht einen Tag geschlossen!