02/09/2026
„Ralf, woran erkenne ich eigentlich, ob mein Sattel wirklich passt?“
Diese Frage bekomme ich als Sattler sehr häufig. Und die Antwort ist leider nicht ganz so einfach, wie man manchmal denkt. 😉
Unser Sattel-Check zeigt euch die wichtigsten Punkte, auf die ihr beim ersten Blick achten könnt: Widerristfreiheit, Wirbelsäulenfreiheit, Kissenauflage, Balance, Gurtlage, Schulterfreiheit und die hintere Auflagefläche.
Aber ganz wichtig: Ein Sattel kann im Stand passend aussehen und sich unter dem Reiter oder in der Bewegung ganz anders verhalten.
Deshalb gehört für mich zu einer guten Sattelbeurteilung immer:
🐴 das Pferd im Stand
🐴 der Sattel in seiner Lage
🐴 das Pferd in Bewegung
🐴 und natürlich der Reiter im Sattel
Denn Pferd, Sattel und Reiter müssen als Einheit zusammenpassen.
Und wie oft sollte man den Sattel überprüfen?
👉 Einen kurzen Check könnt ihr selbst regelmäßig machen – zum Beispiel vor dem Reiten oder wenn euch etwas an der Lage des Sattels verändert vorkommt, bzw. sich Euer Pferd körperlich verändert hat.
👉 Eine professionelle Sattelkontrolle empfehle ich ungefähr alle 6–12 Monate. Denn Pferde verändern sich: Muskulatur, Trainingszustand, Gewicht und Körperform können sich verändern – und damit auch die Passform des Sattels.
👉 Früher sollte man kontrollieren lassen, wenn sich das Pferd körperlich deutlich verändert, nach längeren Trainingspausen, bei einem neuen Sattel oder wenn der Sattel plötzlich anders liegt, rutscht oder das Pferd beim Reiten Unwohlsein zeigt.
Mein Tipp: Nutzt unser Chart gerne als erste Orientierung. Für eine wirklich zuverlässige Beurteilung reicht der Blick auf den Sattel allein aber nicht aus.
Denn am Ende zählt nicht nur, wie ein Sattel aussieht – sondern wie er sich unter dem Pferd und unter dem Reiter in Bewegung verhält.
Euer Ralf Mönke
Sattel-Experte bei Reitsport Frölich