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05/21/2026

Der Ball traf das weiße Luxusauto mit einem brutalen Knall.

Das Lachen der Kinder starb sofort.

Nur der Wind bewegte noch das hohe Gras neben der Landstraße.

Der kleine Junge blieb wie eingefroren stehen, seine Finger zitterten noch vom letzten Wurf.

Langsam öffnete sich die Autotür.

Eine elegante Frau in einem weißen Kleid stieg aus.
Teure Sonnenbrille.
Perfektes Make-up.
Eiskalter Blick.

Ihre Absätze knackten im Kies, während sie direkt auf den Jungen zuging.

„Hast du mein Auto getroffen?“

Der Junge schluckte schwer.

„Ich… es tut mir leid…“

Die anderen Kinder machten vorsichtig einen Schritt zurück.
Niemand sagte etwas.

Die Frau beugte sich hinunter, um den alten Ball aufzuheben.

Dann—

erstarrte sie.

Nahaufnahme.

Auf dem abgenutzten Gummi stand mit verblasster Handschrift ein Name.

Ihre Finger begannen leicht zu zittern.

Alle Farbe verschwand aus ihrem Gesicht.

„…Das kann nicht sein…“

Der Junge machte langsam einen Schritt nach vorne.

„Das ist mein Ball…“

Die Frau hob den Blick.
Plötzlich war ihre Stimme nicht mehr kalt.

„Woher hast du ihn?“

„Den hat mir meine Mama gegeben.“

Der Wind wurde stärker.
Das Gras rauschte lauter.

Die Frau nahm langsam ihre Sonnenbrille ab.

In ihren Augen lag plötzlich Angst.

„Wie heißt deine Mutter?“

Der Junge zögerte.

Dann sagte er leise:

„Sie sagte… wenn dich jemand erkennt…“

Die Frau hörte auf zu atmen.

Der Ball glitt aus ihrer Hand und fiel ins Gras.

Der Junge zeigte auf die kleine Narbe über seiner Augenbraue.

„Sie sagte… die hast du ihr gemacht… als ihr Kinder wart.“

Tränen stiegen in die Augen der Frau.

Ihre Lippen bewegten sich kaum.

„Mein Vater ist vor zwanzig Jahren gestorben…“

Der Junge sah ihr direkt in die Augen.

Und schüttelte langsam den Kopf.

„Nein…“

Eine lange, schwere Stille.

„…Er lebt bei uns.“

Die Frau taumelte einen Schritt zurück.

Dann hörte man plötzlich hinter ihr das Knirschen eines zweiten Autos auf dem Kiesweg.

Der Junge blickte daran vorbei—
und sein Gesicht wurde plötzlich blass.

„Mama…?“

Part 2 in den Kommentaren.

05/14/2026

Der Regen in Berlin schien an diesem Nachmittag endlos.

Autos zischten über die nassen Straßen, während Menschenmengen unter Regenschirmen eilig vorbeihuschten und das kleine Mädchen, das allein am Zebrastreifen stand, gar nicht bemerkten.

Sie wirkte wie erstarrt.

Ihr dünner Pullover war völlig durchnässt.

Ihre kleinen Hände zitterten um ein altes Foto.

Dann schaltete die Ampel um.

Das Mädchen trat genau in dem Moment vor, als ein schwarzer Mercedes zu schnell um die Ecke bog.

Die Bremsen quietschten.

Ein Mann in einem dunklen Mantel sprang vor und packte ihren Arm, bevor sie auf dem glatten Asphalt ausrutschte.

„Bist du verrückt?!“, schrie er mit klopfendem Herzen.

Das kleine Mädchen zuckte heftig zusammen.

„Ich wollte nicht …“

Das Foto glitt ihr aus den Fingern auf die nasse Straße.

Der Mann bückte sich wie von selbst, um es aufzuheben.

Dann erstarrte er.

Sein ganzer Körper war wie gelähmt im Regen.

Das Bild zeigte ihn als jüngeren Mann neben einer lächelnden Frau vor dem Brandenburger Tor.

Sie hielt ein Neugeborenes, eingewickelt in eine hellrosa Decke.

Dieselbe Decke hing nun am Rucksack des kleinen Mädchens.

Die Geräusche Berlins verhallten im fernen Rauschen.

„Nein …“, flüsterte er.

Das Mädchen blickte langsam auf.

„Meine Mama hat gesagt, falls ich mich jemals verlaufe …“

Ihre Lippen zitterten vor Kälte.

„… soll ich den Mann auf dem Bild finden.“

Der Mann starrte sie an, als stünde die Welt still.

Denn zehn Jahre zuvor hatten ihm alle erzählt, die Frau und das Baby seien bei einem Wohnungsbrand ums Leben gekommen.

Aber das kleine Mädchen vor ihm hatte dieselben Augen wie das Baby auf dem Foto.

Und um ihren Hals –

hing die silberne Kette, die er mit ihrer Mutter begraben hatte.

Eine Träne rann dem Mann über die Wange, bevor er sie aufhalten konnte.

Das kleine Mädchen flüsterte schließlich die Frage, die ihn völlig zerstörte.

„Warum bist du nicht zurückgekommen, um uns zu holen?“

Teil 2 in den Kommentaren.

05/12/2026

Der Schlag hallte wie ein Schuss durch die riesige Bankhalle.

Mehrere Kunden schrien erschrocken auf.

Eine Frau ließ beinahe ihren Kaffee fallen.

Der ältere Bankschalter-Mann beugte sich wütend über den glänzenden Marmortresen.

„Junge! Was soll das?!“

Vor ihm stand ein schmaler Junge mit nasser Winterjacke.

Still.

Viel zu still.

Dann ließ der Junge einen schweren Leinensack auf den Tresen fallen.

KRACH.

Metallisches Klirren drang aus dem Inneren.

Die Gespräche in der Bank verstummten langsam.

Alle schauten hin.

Der Schalter-Mann riss den Sack aggressiv auf—

und erstarrte sofort.

Goldmünzen.

Vergilbte Dokumente.

Eine antike silberne Taschenuhr.

Sein Stuhl rollte hart nach hinten.

„Woher hast du das…?“

Der Junge hob langsam den Blick.

Keine Angst in seinen Augen.

Nur Müdigkeit.

„Das gehört meinem Vater.“

Sofortige Stille.

Sogar die Sicherheitsleute hörten auf zu laufen.

Der Mann griff mit zitternden Fingern nach der Taschenuhr.

Als er sie öffnete—

verschwand jede Farbe aus seinem Gesicht.

Er kannte sie.

Natürlich kannte er sie.

Der Junge sprach leise weiter.

„Er sagte… wenn ihm etwas passiert… soll ich damit hierher kommen.“

Der Sicherheitsmann näherte sich langsam.

Misstrauisch.

Nervös.

Der Bankschalter-Mann blickte hektisch zu den Überwachungskameras.

Dann wieder zum Jungen.

„Hat dein Vater noch etwas gesagt?“

Der Junge nickte langsam.

Greift in seine Jackentasche.

Zieht einen kleinen gefalteten Zettel hervor.

Legt ihn ruhig auf den Marmortresen.

Die Hände des Mannes begannen sofort zu zittern.

Er öffnete den Zettel langsam—

und hörte plötzlich auf zu atmen.

Darauf stand nur ein einziger Satz:

„Wenn mein Sohn vor dir steht… dann haben sie mich gefunden, bevor ich den Tresor erreichen konnte.“

Der Mann taumelte einen Schritt zurück.

Panik schoss plötzlich in seine Augen.

Dann blickte er voller Angst Richtung Bankeingang.

Die automatischen Türen öffneten sich langsam.

Jemand trat hinein.

Und der Bankschalter-Mann flüsterte mit gebrochener Stimme:

„Oh Gott… sie haben ihn wirklich geschickt…“

⚫ Ende — Teil 2 in den Kommentaren.

05/12/2026

Der Metallgriff des Krankenhausbetts knarrte leise unter den Fingern der Mutter, während kaltes fluoreszierendes Licht über das sterile Zimmer flackerte.
Das verletzte Mädchen lag regungslos im Bett.
Geschwollenes Auge.
Verband über der Nase.
Arm im Gips.
Der Herzmonitor piepte ruhig durch die schwere Stille.
Die Mutter in dunkler Militäruniform stand bewegungslos daneben.
„Wer hat das getan?“
Das Mädchen versuchte zu sprechen, verzog sofort schmerzhaft das Gesicht.
Eine einzelne Träne lief langsam über ihre Wange.
Die Mutter bewegte sich nicht.
Ihre Finger schlossen sich fester um das Metallgitter.
Die Knöchel wurden weiß.
Das Mädchen nickte schwach.
„Er war nicht allein…“
Ihre Stimme brach.
„Sie haben gelacht.“
Etwas veränderte sich sofort im Gesicht der Mutter.
Keine Trauer mehr.
Nur kalte Wut.
Sie richtete sich langsam auf.
Die Medaillen an ihrer Uniform glänzten im kalten Licht wie Metallrüstung.
„Schau mich an.“
Das Mädchen hob zitternd den Blick.
„Keine Angst mehr.“
Ein kurzer Beat.
„Keine Tränen mehr.“
Dann zog die Mutter langsam ihr Telefon aus der Jacke.
Ihre Stimme wurde gefährlich ruhig.
„Sie haben den größten Fehler ihres Lebens gemacht.“
Sie hob das Telefon ans Ohr.
„Ich bin’s.“
Kurze Pause.
„Findet Dustin. Sofort.“
Gerade als sie sich abwenden wollte—
griff plötzlich eine schwache Hand nach ihrem Ärmel.
Die Mutter erstarrte sofort.
Das Mädchen sah sie mit neuer Angst an.
Ihre Stimme zerbrach völlig.
„Er hat etwas genommen.“
⚫ Teil 2 in den Kommentaren.

05/11/2026

Die Autos standen Stoßstange an Stoßstange auf der grauen Stadtautobahn, während Hupen durch den kalten Morgen hallten. Niemand verstand zuerst, warum der Verkehr komplett stillstand. Dann sahen sie den Hund.
Er sprang immer wieder gegen die Hintertüren eines weißen Lieferwagens, bellte panisch und kratzte so heftig am Metall, dass ein schrilles Geräusch durch die ganze Straße schnitt. Fahrer stiegen verwirrt aus ihren Autos. Handys gingen sofort hoch. Der alte Fahrer des Lastwagens hob nervös die Hände.
„Ich transportiere nur Pakete!“
Doch der Hund hörte nicht auf. Er winselte, biss nach dem Griff und lief immer wieder zur gleichen Ecke der Türen zurück, als würde dort jemand auf ihn warten.
Polizeisirenen näherten sich. Zwei Beamte drängten sich durch die Menschenmenge. Einer öffnete langsam die Hecktüren.
Metall quietschte.
Im Inneren standen nur Kartons. Sauber gestapelt. Nichts Auffälliges.
Die Menge atmete erleichtert aus.
Doch der Hund begann plötzlich noch lauter zu bellen.
Er rannte unter den Lastwagen, kam zurück und kratzte erneut genau an derselben versiegelten Kiste.
Der Fahrer wurde kreidebleich.
Dann flüsterte ein Mann aus der Menge mit zitternder Stimme:
„…Ich kenne diesen Hund.“
Alle drehten sich zu ihm um.
Er zog langsam sein Handy hervor. Seine Hände zitterten.
„Dieser Hund gehörte dem Sohn meines Nachbarn…“
Er schluckte schwer.
„…dem Jungen, der gestern verschwunden ist.“
Der Hund bellte hysterisch direkt vor der versiegelten Kiste.
Ein Polizist griff langsam nach einem Brecheisen.
Genau bevor er die Kiste berührte—
schwarz.

👉 Teil 2 in den Kommentaren.

05/09/2026

Der Regen peitschte gegen die Fenster des kleinen Supermarkts.
Die Eingangstür QUIETSCHTE plötzlich auf.
Ein kalter Windstoß fegte durch die Gänge.
Die Kamera whip-pante sofort zu einem kleinen Jungen mit durchnässter Kleidung, der zitternd vor dem Brotregal stand.
Seine Schuhe tropften auf den Boden.
Seine Lippen bebten vor Kälte.
„Meine Mama ist krank… wir haben nichts zu Hause.“
Das Summen der Kühlschränke war plötzlich das einzige Geräusch im Raum.
Die junge Kassiererin sah ihn einen langen Moment schweigend an.
Müde Augen.
Freundliches Herz.
Langsam begann sie, eine Tüte mit Brot, Milch und Essen zu füllen.
Dann reichte sie sie ihm vorsichtig.
„Nimm es… und vergiss diesen Tag nie.“
Die Kamera pushte nah an das Gesicht des Jungen—
SMASH-ÜBERGANG.
Helles Morgenlicht flutete denselben Supermarkt Jahre später.
Alles war renoviert.
Neue Regale.
Polierter Boden.
Menschen applaudierten bei der großen Wiedereröffnung.
Draußen hielt ein schwarzer Luxuswagen.
Die Kamera whip-pante zum Eingang, als ein eleganter junger Mann langsam den Laden betrat.
Ruhig.
Selbstsicher.
Aber emotional.
Er ging direkt zur Kasse.
Die ältere Kassiererin blickte auf—
und erstarrte.
„Erinnern Sie sich an mich?“
Sie runzelte verwirrt die Stirn.
Der Mann lächelte schwach.
„Sie haben mir einmal Brot gegeben, als ich nichts hatte.“
Nahaufnahme auf ihre Augen.
Die Erinnerung traf sie sofort.
Der Regen.
Der kleine Junge.
Die Tüte mit Essen.
Ihre Lippen öffneten sich langsam vor Schock.
Der Mann legte ruhig eine Mappe mit Dokumenten auf die Kasse.
„Dieser Laden gehört jetzt Ihnen.“
Die Mitarbeiter verstummten.
Die Frau hielt sich zitternd die Hand vor den Mund.
Tränen stiegen in ihre Augen.
Das emotionale Piano wurde lauter.
Der Mann trat einen kleinen Schritt näher.
„Weil Sie damals mein Leben gerettet haben.“
Lies die Fortsetzung in den Kommentaren.

05/09/2026

Das Tattoo

Es war kurz nach Mitternacht, als die Tür aufging.

Nicht langsam. Nicht zögernd. Sie flog auf — Holz gegen Rahmen, die kleine Messingglocke darüber schrillte einmal scharf durch den Raum — und alle drehten sich um. Das macht man in einer Bar wie dieser. Man dreht sich immer um. Wer sich nicht umdreht, hat etwas zu verbergen, und wer etwas zu verbergen hat, sitzt hier seit Jahren.

Draußen war nur Regen. Und das Mädchen.

Sieben, vielleicht acht Jahre alt. Nasse Haare. Kein Mantel. Sie stand im Türrahmen wie jemand, der weiß, dass er anklopfen muss, und sich trotzdem entschieden hat, es nicht zu tun. Das Neonlicht des Bierschilds über der Tür warf rotes Licht auf ihre Wangenknochen — Budweiser, ein Zeichen das schon flackerte, bevor die Hälfte der Männer hier alt genug war, um zu trinken.

Sie schaute sich um.

Nicht ängstlich. Das war das Erste, was Ray bemerkte. Kein Kind schaut sich in einem Raum wie diesem ohne Angst um — zwanzig Männer in Lederwesten, Tattoos bis zum Kinn, Gläser auf dem Tisch, der Geruch von Motoröl und altem Bier und dem langen Tag. Aber das Mädchen sah aus, als würde sie eine Speisekarte lesen. Methodisch. Ruhig. Sie suchte etwas.

Dann fand sie es.

— — —

Sie kam zwischen den Tischen hindurch, ohne zu zögern. Die Männer wichen zurück — nicht aus Höflichkeit. Aus dem Instinkt, den man bekommt, wenn man lange genug in diesem Leben ist und gelernt hat, dass manchmal die Leisen die Gefährlichsten sind.

Ray saß am Haupttisch. Er saß immer am Haupttisch. Fünfzig Jahre alt, grauer Bart, Hände so groß wie Schaufelblätter, Augen die schon alles gesehen hatten — oder so glaubte er.

Das Mädchen blieb direkt neben ihm stehen.

Zu nah.

Viel zu nah.

Sie zeigte auf seinen linken Unterarm. Auf das Tattoo dort — ein altes, verblasstes Design, Tinte die seit drei Jahrzehnten in seiner Haut saß. Ein Kompass. Acht Punkte. Ein Datum darunter, das nur drei Menschen auf der Welt kannten.

Bis jetzt.

„Mein Vater hatte genau das gleiche."

Ihre Stimme war leise. Nicht flüsternd — nur leise, so wie manche Kinder leise sind, die gelernt haben, dass Lärm nichts löst.

Ray hörte auf zu atmen.

Sein Blick fiel auf das Tattoo. Dann wieder auf sie.

„Was hast du gerade gesagt…?"

— — —

Sie trat einen Schritt näher. Kein Rückzug in ihren Augen.

„Er hat mir gesagt… ich soll niemandem vertrauen, der das nicht hat."

Jemand am Nebentisch schob seinen Stuhl zurück. Das Holz schabte über den Boden — in der Stille klang es wie ein Schuss.

Ray lehnte sich langsam vor. Er legte seine Unterarme auf den Tisch. Die Tinte. Das Datum. Der Kompass. Er schaute auf beides — auf das Tattoo, auf das Mädchen — und in seinem Gesicht passierte etwas, das die Männer um ihn herum noch nie gesehen hatten.

Er sah aus, als hätte er Angst.

„Wie hieß er?"

Die Frage kam kaum als Flüstern heraus.

Das Mädchen sah ihn direkt an. Keine Pause. Keine Vorbereitung.

„Daniel Carter."

— — —

Glas zersplitterte irgendwo im Hintergrund.

Jemand sprang auf. Stühle schabten. Aber Ray bewegte sich nicht. Er saß vollkommen still, und sein Gesicht tat etwas, das Gesichter in seinen Jahren eigentlich verlernt hatten — es verlor alle Farbe. Nicht langsam. Auf einmal. Als hätte jemand einen Schalter umgelegt.

Daniel Carter.

Der Name, den er seit elf Jahren nicht mehr laut ausgesprochen hatte. Der Name auf dem Grabstein auf dem kleinen Friedhof in Nevada, den er einmal im Jahr besuchte, immer allein, immer früh morgens, immer bevor die Welt aufwachte. Der Name des einzigen Menschen, dem er je vertraut hatte — wirklich vertraut, bis in den Grund — und der trotzdem gegangen war.

Der war tot.

Er war tot.

Ray hatte es selbst gesehen.

„…das ist unmöglich…"

Das Mädchen antwortete nicht.

Sie schaute ihn nur an, mit diesen alten Augen in einem viel zu jungen Gesicht, und wartete. Als hätte sie die ganze Nacht Zeit. Als hätte sie gewusst, wie dieser Moment aussehen würde, und hätte sich entschieden, ihn aushalten zu lassen.

Draußen donnerte es.

Das Neonlicht flackerte.

Und Ray verstand — langsam, unwillig, wie ein Mann der versucht, einen Traum festzuhalten — dass das Kind vor ihm nicht gekommen war, um eine Geschichte zu erzählen.

Sie war gekommen, weil die Geschichte noch nicht vorbei war.

Lies die Fortsetzung in den Kommentaren.

05/08/2026

Der Kristalllüster tauchte das riesige Schlafzimmer in goldenes Licht, während sanfte Musik durch die Villa hallte, als wäre nie etwas Schlimmes geschehen. Spiegel reflektierten Marmor. Smaragdgrüne Reflexe schimmerten an den beigen Wänden. Alles schien perfekt. Bis die Halskette aufblitzte. Die ältere Frau erstarrte. Ein greller grüner Blitz traf sie von der anderen Seite des Raumes, wo das junge Dienstmädchen still neben dem Schminktisch stand. Und dann – Glas zersplitterte.
„WO HAST DU DIESE HALSKETTE?!“ Der Schrei hallte so heftig durch das Schlafzimmer, dass das Dienstmädchen zurückwich. Fast augenblicklich eilte die ältere Frau herbei und packte das Mädchen mit zitternden Händen an den Schultern. Das Dienstmädchen sah entsetzt aus. Kaum zwanzig. Dünn. Blass. Sie hielt noch immer ein gefaltetes Kleid an ihre Brust gedrückt.
„I-ich weiß es nicht –“ „LÜG MICH NICHT AN!“ Die Stimme der Frau brach. „Davon gibt es nur ZWEI!“ Stille breitete sich im Raum aus. Selbst die leise Musik unten schien plötzlich fern. Der Atem des Dienstmädchens wurde unregelmäßig. Instinktiv berührten ihre Finger die Smaragdkette, die an ihrer Haut hing.
„Die… die Nonne hat mir gesagt…“, flüsterte sie zitternd.

„Sie sagte, es sei das Einzige, was meine Eltern mir hinterlassen haben.“ Die Frau taumelte zurück, als hätte sie einen Schlag getroffen. Ihr Gesicht wurde kreidebleich.
„Nein…“ Ihr Flüstern war kaum hörbar. Dann drehte sie sich plötzlich um und stürzte auf den Schminktisch zu. Schubladen flogen auf. Schmuckkästchen krachten auf Marmor. Das Dienstmädchen stand wie erstarrt da, während die Frau mit zitternden Händen Samtetuis durchwühlte – bis sie es endlich fand.
Eine weitere Smaragdkette.
Identisch. Der Raum schien stillzustehen. Langsam hob die Frau sie ins Licht.
Zwei Ketten.
Derselbe Smaragd.
Dieselbe Kette.
Dieselbe Gravur.
Das Dienstmädchen keuchte leise auf.

„…das ist unmöglich…“ Die Hände der älteren Frau zitterten so heftig, dass sie es beinahe fallen ließ.
Und dann bemerkte das Dienstmädchen etwas.
Ein winziges eingraviertes Datum.
Ihre Augen weiteten sich augenblicklich.

„…das Datum…“ Die Frau blickte scharf auf.
Das Dienstmädchen trat langsam näher.
Jetzt voller Entsetzen.

„Die Nonne sagte mir…“ Ihre Stimme versagte.

„Wenn ich jemals die zweite Kette fände…“ Die ältere Frau hielt den Atem an.

„…sollte ich fragen, wer im Grab meiner Mutter liegt.“
Der Kronleuchter wirkte plötzlich zu hell.
Die Lippen der älteren Frau öffneten sich vor Entsetzen.

Und dann –
von irgendwo unten –
hallte eine Männerstimme durch die Villa:

„Sie sollte nie zurückkommen.“
Das Dienstmädchen wandte sich langsam der Schlafzimmertür zu.

Die ältere Frau flüsterte nur ein Wort:

„…Lauf.“

👉 Teil 2 in den Kommentaren.

05/08/2026

Der kalte Manhattan-Wind zog durch die Straße.
Gelbe Taxis rauschten vorbei.
Menschen liefen hektisch zwischen glänzenden Schaufenstern hindurch.
Alles fühlte sich normal an.
Bis plötzlich ein kleiner Junge seine Hand losriss.
„Mama—warte!“
Die Kamera riss herum.
Eine Einkaufstasche krachte auf den Bürgersteig.
„ETHAN!“
Seine Mutter schrie voller Panik und drängte sich durch die Menge.
Menschen drehten sich um.
Schritte stoppten.
Der Junge rannte direkt zu einem obdachlosen Kind, das zusammengerollt auf nassem Karton lag.
Dünn.
Schmutzig.
Zitternd vor Kälte.
Der Junge fiel vor ihm auf die Knie.
Langsam zog er ein Sandwich aus seiner Jacke.
„Hier… das ist für dich.“
Das obdachlose Kind öffnete langsam die Augen.
Und erst da bemerkte es jeder.
Dass beide Jungen gleich aussahen.
Die gleichen Augen.
Das gleiche Gesicht.
Als wären sie Spiegelbilder.
Die Menge wurde still.
Handys gingen hoch.
Die Mutter erreichte sie endlich—
und erstarrte sofort.
Alle Farbe verschwand aus ihrem Gesicht.
„…Nein…“
Die Kamera drückte brutal nah an die beiden Kinder heran.
Der obdachlose Junge starrte den anderen an, als hätte er einen Geist gesehen.
Dann flüsterte er leise:
„Du bist zurück…“
Die Mutter begann sichtbar zu zittern.
Der Junge sah verwirrt zu ihr hoch.
„Mama… warum sieht er aus wie ich?“
Stille.
Nur entfernte Sirenen.
Ein dumpfer Herzschlag im Ton.
Dann hob der obdachlose Junge langsam sein Handgelenk.
Ein altes Krankenhaus-Armband.
Die Mutter brach sofort weinend auf die Knie.
⚡Fortsetzung in den Kommentaren.

05/07/2026

Goldenes Abendlicht tauchte den Garten der luxuriösen Villa in warmes Licht, während sanfte Klaviermusik zwischen Marmorstatuen und leuchtenden Springbrunnen widerhallte. Kostbare Gäste standen still unter den Laternen und lauschten dem blinden Jungen, der allein im Garten am Flügel spielte. Ein warmer Wind wehte sanft durch die Bäume. Die Atmosphäre war friedlich. Elegant. Unnahbar.

Dann plötzlich –

Stille legte sich augenblicklich über den Garten.

Die Kamera schwenkte ruckartig auf ein barfüßiges, obdachloses Mädchen, das wie aus dem Nichts neben dem Klavier stand. Ihr schmutziges Kleid wehte sanft im Wind, während ihr ruhiger Blick den blinden Jungen fixierte.

Extreme Nahaufnahme ihres Gesichts.

„Deine Augen sind nicht blind … etwas lebt in ihnen.“

Ein tiefes, dunkles Summen erhob sich langsam aus der Stille.

Der Milliardärsvater sprang neben dem Esstisch auf.

„Wer hat sie hier gelassen?!“

Sicherheitsleute stürmten sofort durch den Garten.

Die Kamera zoomte aggressiv auf das Gesicht des blinden Jungen, dessen Atmung sich plötzlich veränderte. Seine Finger zitterten auf den Klaviertasten.

Das obdachlose Mädchen kniete langsam neben ihm nieder.

„…was meinst du damit?“, flüsterte er zitternd.

Die Wachen kamen näher –

Doch plötzlich hob der Junge seine zitternde Hand nach ihnen.

„Wartet…“
Das kleine Mädchen zog sanft sein unteres Augenlid herunter, während unter dem angespannten Summen langsam sein Herzschlag zu pochen begann.

Ihr Gesichtsausdruck verfinsterte sich augenblicklich.

„Es versteckt sich.“, flüsterte sie.

Der Vater geriet sofort in Panik.

„Weg von ihm. SOFORT!“

Zu spät.

⚡ Mit einer langsamen, grauenhaften Bewegung –

zog das Mädchen ein langes, schwarzes, parasitenartiges Wesen aus dem Auge des Jungen.

Nass. Sich windend. Lebendig.

Der Vater taumelte entsetzt zurück.

Die Sicherheitsleute erstarrten.

Das Wesen wand sich heftig zwischen den Fingern des Mädchens im goldenen Licht des Sonnenuntergangs, während ein schriller, hoher Ton die Stille durchbrach.

Dann plötzlich –

Der blinde Junge keuchte heftig auf.

Zum ersten Mal seit Jahren –

reflektierte Licht natürlich in seinen Augen.

Sofort füllten sich seine Augen mit Tränen.

Ungläubig starrte er nach vorn.

„…Papa… ich kann dich sehen…“, flüsterte er leise und schluchzte.

Das Gesicht des Vaters verzerrte sich vor Schmerz, Tränen strömten ihm in die Augen. Langsam ging er mit zitternden Händen auf seinen Sohn zu –

Doch plötzlich blickte das obdachlose Mädchen auf das schwarze Wesen hinab, das sich noch immer in ihren Fingern wand.

Ihr Gesichtsausdruck verriet Entsetzen.

„…da ist noch eins.“

Massiver, cineastischer Bass.

Teil 2 in den Kommentaren.

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